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Assoziierte Studien

Vergleichende Untersuchung von nicht invasiver Surfactant Applikation unter CPAP- unterstützter Spontanatmung und konventioneller Therapie des Atemnotsyndroms sehr kleiner Frühgeborener
(NINSAPP: Non INvasive Surfactant APPlication)

Kurztitel
 Surfactant Applikation unter Spontanatmung bei
    Frühgeborenen < 27 Wochen.
 Surfactant application during spontaneous breathing
    in premature infants < 27 weeks.

 ISRCTN 640 11 614
 EudraCT 2008-00896-30

Für die Therapie des Atemnotsyndroms sehr kleiner Frühgeborener stehen grundsätzlich mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Während es in den skandinavischen Ländern eine lange Tradition gibt, diese Kinder primär mit einer Atemunterstützung durch einen kontinuierlichen positiven Druck (continuous positive airway pressure CPAP) zu behandeln und die Kinder nur bei Versagen dieser Therapie zu intubieren und maschinell zu beatmen, besteht v.a. im angelsächsischen Sprachraum eine lange Tradition, die Kinder primär zu intubieren und zu beatmen.
Seit Einführung der Surfactanttherapie steht zusätzlich noch eine kausale Therapie zur Verfügung, die aber bislang zwangsläufig an Intubation und Beatmung geknüpft ist. Während im Zusammenhang mit dem Therapieregime der primären Intubation und Beatmung eindeutig gezeigt werden konnte, dass insbesondere für extrem unreife Frühgeborene mit einem Schwangerschaftsalter unter 27 abgeschlossenen Wochen eine sehr frühe Surfactantgabe von Vorteil ist, wird die Surfactantgabe bei Kindern die primär mit CPAP behandelt werden nach wie vor als Rescuetherapie nach Versagen des CPAP eingesetzt.
Zahlreiche retrospektive Studien zeigen, dass mit CPAP als primärer Atemunterstützung und Intubation und Surfactantgabe als Rescuetherapie vergleichbare Ergebnisse erzielt werden können wie mit primärer Intubation, Beatmung und früher Surfactantgabe.
Aus dieser Beobachtung lässt sich die Hypothese ableiten, dass die Kombination von CPAP als weniger invasiver Atemunterstützung mit früher Surfactantgabe aber ohne jegliche Beatmung die Verbindung zweier hochwirksamer Therapieprinzipien sein könnte und sich dadurch eine weitere Verbesserung der Therapie erzielen lassen könnte.
An der Universitätskinderklinik Köln wurde ein Verfahren entwickelt, über einen dünnen, endotracheal platzierten Katheter Surfactant unter CPAP- unterstützter Spontanatmung zu verabreichen. An diesem Zentrum konnte durch Einführung dieser Methode eine deutliche Verbesserung der Überlebensrate der sehr kleinen Frühgeborenen und eine Senkung der frühgeburtsbedingten Erkrankungen erzielt werden.
Im Rahmen der oben genannten Studie soll die Methode nun in größerem Rahmen untersucht werden und mit dem Weg der Intubation, Beatmung und sehr frühen Surfactantgabe verglichen werden.
Die Studie beginnt im April 2009 in sechs großen deutsche Zentren. Für das Jahr 2009 ist der Einschluss weiterer Zentren geplant.
Sollte sich die Hypothese bestätigen lassen, dass sich durch den Einsatz der Methode Sterblichkeit und frühgeburtsbedingte Erkrankungen in ihrer Häufigkeit senken lassen, wird dies erheblichen Einfluss auf den Standard der Versorgung sehr und extrem kleiner Frühgeborener haben.
Die Studie wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Förderprogramms Klinische Studien gefördert (Förderzeichen 01KG0806).

Ansprechpartnerin und verantwortliche Studienleiterin
Dr. Angela Kribs, Universitätskinderklinik Köln
Kerpener Str. 62, D-50937 Köln
Tel. 0049 221 478 5998, Fax 0049 221 478 6451
angela.kribs@uk-koeln.de




Literatur
Kribs A, Pillekamp F, Hünseler C, Vierzig A, Roth B. Early administration of surfactant in spontaneous breathing with nCPAP: feasibility and outcome in extremely premature infants (postmenstrual age ≤ 27 weeks). Paediatr Anaesth. 2007;17:364-369
Kribs A, Vierzig A, Hünseler C, Eifinger F, Welzing L, Stützer H, Roth B. Early surfactant in spontaneously breathing with nCPAP in ELBW infants - a single centre four year experience. Acta Paediatr. 2008;97(3):293-298.



Prof. Dr. Wolfgang Göpel
Tel.: 0451 500-2555 /-2567
goepel@vlbw.de


Sabine Lorenz
Tel.: 0451 500-2644 /-2567
lorenz@vlbw.de




       
 
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